Zug um Zug

SpielartBrettspiel VerlagDays of Wonder
Spielerzahl2-5 Spieler Alterab 10 Jahren
Spieldauer60 Minuten Erscheinungsjahr-
ErweiterungenZug um Zug - USA 1910

Rezension

Wieso Eisenbahnen eine solche Faszination auf Spieleentwickler ausüben wird mir immer ein Rätsel bleiben, aber Union Pacific, Trans America, Stephensons Rocket, Railroad Tycoon und viele andere sprechen eine deutliche Sprache. Und dass es zu Zug um Zug bereits zwei Nachfolger gibt, die das Spielprinzip jeweils in kleinen Schritten erweitern, könnte man durchaus als gutes Zeichen werten, ebenso wie die Ernennung zum "Spiel des Jahres 2004".
Bis zu fünf Spieler bauen auf einer Karten der Vereinigten Staaten Gleisverbindungen auf. Auf dem Spielplan sind die größeren Städte dieses Gebiets verzeichnet, zwischen denen vorgegebene Verbindungen existieren, die zwischen einem und sechs Feldern lang sind. Außerdem verfügen die Verbindungen über einen Farbcode oder sind in grau dargestellt, wobei letzteres heißt, dass eine beliebige Farbe verwendet werden für diese Strecke kann. Was das genau heißt wird klarer, wenn die Dtreckenkarten ins Spiel kommen, die ebenfalls die Farben der Strecken zeigen.
Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler vier Streckenkarten sowie drei Zielkarten. Die Zielkarten sind Aufträge an den Spieler, bestimmte Städte miteinander zu verbinden. Schafft der Spieler den Auftrag bis zum Spielende, so erhält er die genannten Punkte. Schafft er es aber nicht, so verliert er die Punkte. Nun darf der Startspieler zwei neue Streckenkarten entweder vom den fünf offen liegenden oder vom verdeckten Stapel ziehen. Anschließend kann er eine neue Strecke bauen, in dem er entsprechen viele Streckenkarten einer Farbe abwirft und seine Zugspielsteine auf die Strecke stellt. Besteht die Strecke z.B. aus vier grünen Feldern, so muss er vier grüne Karten abwerfen. Sind es dagegen fünf graue Felder, so muss er fünf Karten einer beliebigen Farbe abwerfen, um die Strecke bauen zu können. Abschließend kann der Spieler sich noch zwei neue Zielkarten nehmen, von denen er aber nur eine behalten darf.
Das Spielprinzip ist relativ einfach und wird auch nicht durch weitere Mechanismen kompliziert. Damit ist es leicht zugänglich und schnell erklärt. Einzig die Jokerkarten stellen noch eine kleine Ausnahme dar, kann man sie doch anstatt jeder beliebigen Farbe abwerfen. Den Streckenbau aber zu optimieren fordert auch erfahrene Spieler. Zudem ist die Spannung zwischen den eigenen Spielzügen hoch, denn man weiß nie, ob nicht ein anderer Spieler genau die Strecke verbaut, auf die man schon lange ein Auge geworfen hat. Oft bleiben dann nur noch kostspielige Umwege.
Die Aufmachung ist ordentlich und dank großem Spielplan und vielen Plastikwaggons recht umfangreich. Netterweise wurde auch an Menschen mit Farbfehlsicht gedacht, denn die Farben werden nochmals mit Symbolen dargestellt.

Persönliches Fazit

Das Spiel kommt bei uns immer wieder auf den Spieltisch, denn es ist schnell erklärt und nicht abendfressend - vor allem aber macht es Spaß. Es ist nett anzusehen, wie die Spieler immer nervöser werden, denn jederzeit kann die vielleicht letzte Verbindungsmöglichkeit verbaut werden. Doch trotz der Glückskomponente lässt sich das Spiel auch planen, so dass es auch bei unterschiedlichen Spielertypen gut ankommt.

Geschrieben von Tommy Heinig am 30.11.2006.

Kommentare

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MaxxOne am 26.03.2007:

4Schönes Eisenbahnspiel, aber mir macht der Nachfolger mit der Deutschlandkarte mehr Spaß!