Cosmic Encounter
| Spielart | Brettspiel | Verlag | Avalon Hill |
| Spielerzahl | 2-4 Spieler | Alter | ab 10 Jahren |
| Spieldauer | 90 Minuten | Erscheinungsjahr | - |
| Erweiterungen | keine | ||
Rezension
Manche Spiele sind ihrer Zeit voraus. Das galt wohl vor etwa 20 Jahren auch für das strategische Brettspiel Cosmic Encounter, bei dem viele verschiedene Alienrassen versuchen, Kolonien zu gründen. Das Spiel wurde damals von Eon veröffentlicht, doch bald schon wechselte es zu Games Workshop und dann zu Mayfair Games. Nun ist es nach fast zwei Jahrzehnten bei Hasbro gelandet. Wie es sich für den in den Augen vieler Spieler finsteren Monopolisten gehört, hat dieser das Spielkonzept vereinfacht und mit schickem Plastikspielzeug und bunter Verpackung veröffentlicht. Und das ist gar nicht mal so schlecht...
Im Prinzip ist das Spiel sehr einfach, jeder Spieler verfügt über fünf Planeten in seinem Heimatsystem und 20 Schiffe (schicke, aber etwas grelle Plastikteile). Mit diesen soll er auf fünf verschiedenen Planeten außerhalb seines Heimatsystems Kolonien gründen. Wer dies zuerst erreicht hat, der hat das Spiel gewonnen. Wer an der Reihe ist, deckt zunächst einen Pappcounter auf, der ihm zeigt, welches System er überhaupt angreifen darf. Dann werden bis zu vier Schiffe in ein klobiges graues Mutterschiff geladen und auf eine Kolonie im Zielsystem gerichtet. Nun fragen Angreifer und Verteidiger nach Verbündeten und laden diese zum Konflikt ein. Durch die Verbündeten wird der Angriff bzw. die Verteidigung erleichtert. Es warten Gefahren (Verbündete können bei einer Niederlage alle eingesetzten Schiffe verlieren) oder auch Gewinne (Kolonien oder neue Karten) auf die Verbündeten - und im dümmsten Fall gehen sie ganz leer aus, wenn die beiden Kontrahenten sich dazu entschließen, den Kampf Kampf sein zu lassen und stattdessen friedlich zu verhandeln.
Im Laufe der Zeit schwindet der Vorrat an Schiffen dahin und es gilt dennoch alle Kolonien befestigt zu halten - was manchmal wirklich nicht leicht ist. Zudem hat jeder Spieler am Anfang sieben Karten auf der Hand, mit denen er Angriffe durchführen kann. Ab und zu finden sich auch wertvolle Artefakte, die sehr große Auswirkungen auf das Spiel haben können. Leider bekommt man aber erst neue Karten auf die Hand, wenn man alle Karten ausgespielt hat - auch den Müll, der vielleicht dabei ist.
Das Besondere an Cosmic Encounter ist, dass jedes der 20 verschiedenen Völker seine eigenen Vorteile mit sich bringt. Einige dürfen Angriffe nochmals wiederholen, andere dürfen Schiffe aus der Versenkung wieder zurückholen und wieder andere können den Müll auf ihrer Hand an andere Spieler weiter geben. Dadurch ist das Spiel sehr abwechslungsreich. Die Aufmachung ist zwar (typisch für die Avalon Hill Reihe von Hasbro) mit viel Plastik ausgestattet, kann aber dennoch gefallen. Es ist zwar etwas friemelig, die Schiffe ins Mutterschiff zu laden, doch dafür sieht das Ergebnis schon ganz cool aus. Am Spielprinzip ändert das freilich nichts. Die Anleitung ist klar und übersichtlich - ebenso wie die Karten und die Spielübersicht.
Kenner älterer Ausgaben werden wohl einige Extras wie Flares, Kickers, und Moons vermissen - diese sollen aber laut Hasbro in der Erweiterung für 5-6 Spie-
ler enthalten sein (die Stand 2005 nie erschienen ist). Damit wäre auch der große Kritikpunkt, dass das Spiel nur für maximal vier Spieler geeignet ist, beseitigt.
Persönliches Fazit
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Hasbro hat eine sehr (vielleicht sogar zu) bunte und flashige Neuauflage eines Klassikers herausgebracht. Soll man das Spiel kaufen? Wenn man des Englischen mächtig ist und Cosmic Encounter noch nie gespielt hat: ja! Wer das Spiel bereits kennt und es erwerben möchte kann sich eine der älteren Ausgaben suchen - macht aber auch mit der neuen Auflage einen guten Kauf.
Geschrieben von Tommy Heinig





















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Gastkommentar schreiben
MaxxOne am 10.06.2006:
6Ein Klassiker ohne Kommentar? Das muss man ändern! Cosmic Encounter MUSS man gespielt haben, ist schlicht genial. Leider nur für vier Spieler, die angekündigte Erweiterung für 6 Spieler gab es nie.