Acquire

SpielartBrettspiel VerlagAvalon Hill
Spielerzahl2-5 Spieler Alterab 12 Jahren
Spieldauer60 Minuten Erscheinungsjahr-
Erweiterungenkeine

Rezension

Acquire: engl. erwerben, verdienen – genau darum geht es in diesem Spiel, ums Geld verdienen. Und wie verdient (und verliert) man richtig viel Geld? Ganz klar durch Aktienhandel. Acquire bringt dem Spieler mit einfachen Regeln die komplexe Welt der Börse nah, so dass jeder ohne Schwierigkeiten seine Spekulationen beginnen kann.
Der Spielplan besteht aus 12 mal 8 Feldern, die durch die Zahlen von 1-12 und die Buchstaben von A-H gekennzeichnet sind. Für jedes Spielfeld gibt es einen entsprechenden Firmenstein. Zu beginn des Spieles erhält jeder Spieler 6000$ und zieht verdeckt sechs Firmensteine. Der erste Spieler setzt nun einen seiner Firmensteine auf den Plan und zieht einen neuen Stein nach. Alle weiteren Spieler setzen der Reihe nach ihre Steine. Wird dabei ein Stein so gesetzt, dass er einen anderen berührt, wird ein Konzern gegründet.
Der Spieler der den Stein gesetzt hat, darf sich einen von sechs Konzernen aussuchen, den er gründen möchte. Als Gründer dieses Konzerns erhält er eine Gratisaktie. Zudem hat er die Möglichkeit bis zu drei Aktien dieses Konzerns zu erwerben. Sehr schnell werden dann weitere Konzerne gegründet. Jeder Spieler, der an der Reihe ist, kann dann bis zu drei Aktien von einem oder mehreren Konzernen kaufen. Die Aktien bringen erst Geld ein, wenn es zu einer Fusion kommt. Man spricht von einer Fusion, wenn zwei Konzerne durch einen neu gelegten Firmenstein miteinander verbunden werden. Der Konzern mit der geringeren Anzahl von Firmensteinen wird dann aufgelöst. Nun wird ermittelt welcher Spieler Hauptaktionär, also der Spieler mit den meisten Aktien eines Konzerns, und wer Zweitaktionär ist. Die beiden bekommen eine hohe Geldsumme, die abhängig von der Konzerngröße ist. Zudem haben sie, wie alle anderen Spieler die Aktien von dem aufgelösten Konzern besitzen, drei Möglichkeiten mit ihren Aktien zu verfahren. 1. Sie können sie verkaufen oder 2. im Verhältnis 2:1 gegen Aktien des bestehenbleibenden Konzerns eintauschen oder 3. die Aktien behalten und darauf spekulieren, dass der Konzern erneut gegründet wird.
Das Spiel endet, wenn es nur noch Konzerne gibt, die mindestens aus 11 Firmensteinen bestehen, oder wenn ein Konzern die Größe von 41 Steinen erreicht hat. Nun gibt es noch einmal für alle bestehenden Konzerne eine Gewinnausschüttung für alle Haupt- und Zweitaktionäre.
Wer am Ende das meiste Geld erwirtschaftet hat, hat gewonnen (wie im richtigen Leben...). Beim ersten Mal Spielen hat man noch nicht unbedingt den absoluten Durchblick, welche Aktionen nun von Vorteil sind und welche man tunlichst vermeiden sollte, aber das gibt sich recht schnell. Acquire geht das Thema zwar etwas abstrakt an und die Aufmachung ist recht nüchtern, aber das ist die Börse ja an sich auch. Dafür sind die Plastiksteine sehr zweckdienlich und erhöhen die Übersicht im Vergleich zu älteren (dafür aber auch billigeren) Ausgaben des Spieles.
Jeder, der gerne mal wieder ein richtig kapitalistisches Brettspiel spielen möchte und keine Lust auf das gute alte Monopoly hat, wird an Acquire sicher Spaß haben.

Persönliches Fazit

Die Neuauflage dieses Spieleklassikers ist Avalon Hill sehr gut gelungen. Obwohl das Spielprinzip sehr einfach ist und die Aufmachung sehr nüchtern, macht das Spiel dennoch eine Menge Spaß.

Geschrieben von Tommy Heinig

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